Früh begleiten statt spät behandeln

Unterstützung, bevor eine Diagnose da sein muss.

Körperorientiert, alltagsnah und mit Blick auf das, was Du jetzt brauchst. Für Kinder, Jugendliche, Eltern, Fachkräfte und Teams.

Ein Anruf, um anzufangen

Neu: Telefonsprechstunde jeden Montag, 8 bis 9 Uhr

Nicht alles, was belastet, hat schon einen Namen. Oft ist nur klar, dass es gerade zu viel ist: nach einem erschütternden Erlebnis, in einer festgefahrenen Lage zu Hause oder in der Schule, oder weil Du als Mutter, Vater oder Fachkraft nicht mehr weiterweißt.

Ab sofort kannst Du jeden Montag zwischen 8 und 9 Uhr mit Susanne Seidel-Weber telefonieren. Sie ist Somatic Experiencing® Practitioner, Heil- und Traumapädagogin (ztpn), Förderlehrerin und Erzieherin. Das Gespräch beginnt mit der Frage, was Du jetzt brauchst. Eine Erklärung oder Diagnose musst Du nicht mitbringen. Gemeinsam sortiert ihr, was ansteht, und findet einen nächsten Schritt, der trägt – bei uns oder an anderer Stelle.

Montags, 8–9 Uhr · +49 160 96990089 · kein Termin nötig

Die Sprechstunde ist kein Notdienst. In akuten seelischen Krisen erreichst Du die Krisendienste Bayern rund um die Uhr und kostenfrei unter 0800 655 3000. Bei Lebensgefahr wähle 112.

Unsere Angebote

Wenn sich ein Kind plötzlich verändert, wenn zu Hause nichts mehr geht oder wenn Du selbst nicht mehr weiterweißt.

Wir begleiten früh, körperorientiert und alltagsnah, bei Bedarf gemeinsam mit Eltern, Schule oder Kita. Eine Diagnose brauchst Du dafür nicht.

Wenn Situationen im Alltag kippen und Teams mehr Halt brauchen.

Wir schulen traumasensibel und begleiten Teams in belastenden Lagen: mit einem Blick, der Verhalten als Antwort auf Überforderung lesen kann, und mit Handgriffen, die sich im Alltag sofort anwenden lassen. Für Schulen, Kitas, Wohngruppen, Pflege und soziale Organisationen.

Wenn Belastung spürbar wird, als Erschöpfung, Spannung oder in Situationen, die niemand recht einordnen kann.

Wir begleiten Mitarbeitende früh und körperorientiert und unterstützen Teams dabei, wieder tragfähig zusammenzuarbeiten. Eine Behandlung ersetzt das nicht, und eine Diagnose ist keine Voraussetzung.

Aktuelle Themen

  • Gewalt im öffentlichen Raum entsteht selten plötzlich. Sie ist häufig das Ergebnis eines langen Prozesses, in dem Selbstregulation, Orientierung und soziale Rückbindung nicht ausreichend entstehen konnten. Prävention beginnt deshalb nicht nach der Tat, sondern deutlich früher – in verschiedenen Entwicklungs- und Lebensphasen. Dieser Beitrag ordnet Prävention als Zeitstruktur ein und zeigt, warum Empörung allein keine Eskalationen verhindert.

  • Immer mehr Schulen fragen sich, wie sie der zunehmenden digitalen Belastung begegnen können. Brasilien hat Smartphones im Unterricht weitgehend verbannt – mit deutlichen Erfolgen: bessere Lernleistungen, weniger Konflikte, mehr Ruhe. Der Artikel zeigt, warum diese Erfahrungen auch für Deutschland relevant sind und was sie im Zusammenhang mit der körperorientierten Arbeit der Nfp bedeuten.

  • Dieser Beitrag fasst zusammen, was wir in der Praxis täglich sehen: Moralische Entwicklung entsteht nicht durch Belehrung, sondern durch Beziehung, Resonanz und innere Orientierungsfähigkeit. Der Text verbindet empirische Befunde der Jugendforschung mit Grundlagen traumasensibler Arbeit und beschreibt, warum frühe Unterstützung unverzichtbar geworden ist.

Aktuelle Themen, Projekte und Informationen

  • Gewalt im öffentlichen Raum entsteht selten plötzlich. Sie ist häufig das Ergebnis eines langen Prozesses, in dem Selbstregulation, Orientierung und soziale Rückbindung nicht ausreichend entstehen konnten. Prävention beginnt deshalb nicht nach der Tat, sondern deutlich früher – in verschiedenen Entwicklungs- und Lebensphasen. Dieser Beitrag ordnet Prävention als Zeitstruktur ein und zeigt, warum Empörung allein keine Eskalationen verhindert.

  • Immer mehr Schulen fragen sich, wie sie der zunehmenden digitalen Belastung begegnen können. Brasilien hat Smartphones im Unterricht weitgehend verbannt – mit deutlichen Erfolgen: bessere Lernleistungen, weniger Konflikte, mehr Ruhe. Der Artikel zeigt, warum diese Erfahrungen auch für Deutschland relevant sind und was sie im Zusammenhang mit der körperorientierten Arbeit der Nfp bedeuten.

Hier findest du uns

Ambulanz

Ambulanz für Notfall Pädagogik – Netzwerk | Prävention & Trauma

Possartstraße 33
81679 München

Kursräume

Stadtteilbüro Neuperlach des Evangelischen Hilfswerkes

Gerhart Hauptmann Ring 56
81737 München-Neuperlach

Deine Ansprechpartner

Du bist nicht sicher, ob Du bei uns richtig bist? Ruf an oder schreib uns. Im ersten Gespräch fragen wir nicht, was passiert ist, sondern was Du jetzt brauchst. Dann entscheiden wir gemeinsam, ob wir der richtige Ort sind oder wer sonst helfen kann.

„Ich dachte, ich hätte kein Trauma. Aber dann merke ich jedes Mal, dass da doch noch viel ist, und es tut mir gut hier zu sein.“

Tina, Schülerin

Fragen und Antworten

Kinder und Jugendliche begleiten wir ab 3 bis 21 Jahren, jüngere Kinder nach Absprache. Auch Erwachsene kommen zu uns: als Eltern, als Fachkräfte oder mit einem eigenen Anliegen.

Ja, zu einem ersten Gespräch. Wenn Du jünger als 18 bist, brauchen wir danach das Einverständnis Deiner Eltern, damit Du weiter kommen kannst. Wenn Du möchtest, begleiten wir Dich bei diesem Gespräch. Oft hilft es, die Familie später mit einzubeziehen. Ob und wann, entscheiden wir gemeinsam mit Dir.

Ja. Oft beginnt es genau so: mit einem Vorgespräch mit Eltern, Schule oder Kita. Danach arbeiten wir mit dem Kind selbst und fragen es, was es braucht. Auf Wunsch des Kindes sind die Eltern dabei.

In der Regel kurzfristig. Wenn die Lage drängt, klären wir das in einem kurzen Gespräch am Telefon. Eine akute Gefährdung schätzt der Krisendienst ein, nicht wir; danach können wir ambulant begleiten.> In der Regel kurzfristig. Wenn die Lage drängt, klären wir das in einem kurzen Gespräch am Telefon. Eine akute Gefährdung schätzt der Krisendienst ein, nicht wir; danach können wir ambulant begleiten.

Am Anfang stehen Ankommen und Sicherheit: ein verlässlicher Rahmen, in dem Du Dich nicht erklären musst. Dann kommt die Beziehung. Über Bewegung, Körperwahrnehmung, Spiel und Gestalten suchen wir mit Dir nach dem, was Dich trägt, nach Deinen Stärken und Fähigkeiten. Über das, was passiert ist, musst Du am Anfang nicht sprechen.

Das ist verschieden. Oft sind es etwa zwölf Termine von 60 bis 90 Minuten. Wie viele es werden, richtet sich nach dem, was sich im Verlauf zeigt. Am Ende steht der Übergang: zurück in den Alltag oder in eine weitere Hilfe. Manchmal ist es sinnvoll, nach einer Pause noch einmal zu kommen.

Beides ist möglich. Was für Dich passt, klären wir im Vorgespräch.
Nein. Bei uns geht es viel um Bewegung und gemeinsames Tun, das erschließt sich oft schon beim Zuschauen. Eine Kollegin spricht Ukrainisch und Russisch. Für andere Sprachen organisieren wir bei Bedarf eine Dolmetscherin oder einen Dolmetscher.
Nein. Wir stellen keine Diagnosen, behandeln keine Krankheiten und geben keine Medikamente. Wir begleiten: früh, wenn noch keine Diagnose vorliegt, und auch neben einer Therapie. Wenn eine Therapie oder ärztliche Abklärung nötig ist, sagen wir das und helfen beim Weg dorthin. Eine Therapie wird wegen unserer Begleitung nicht aufgeschoben.

Teilweise, aber daran soll es nicht scheitern. Zu Beginn sprechen wir darüber und suchen mit Dir oder Deinen Eltern den bestmöglichen Weg. Zur Orientierung: Die Teilnahme an Gruppen kostet nichts. Für Einzelstunden zahlt jeder, was er kann: mindestens 5 € pro Einheit, maximal 92 €. Menschen, die über kein eigenes Einkommen verfügen, stellen wir keine Kosten in Rechnung. Für Institutionen Kosten nach Absprache.

Bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung, bei psychotischen Zuständen, bei schwerer Sucht ohne ärztliche Begleitung und im Entzug braucht es zuerst eine andere Hilfe. Dann verweisen wir offen weiter, zum Beispiel an die Krisendienste Bayern (0800 655 3000).